Gold hat die Marke von 2.400 US-Dollar je Unze zurückerobert und hält sich trotz steigender US-Renditen in Reichweite des Allzeithochs. Das ist ungewöhnlich: Normalerweise belasten höhere Realzinsen den zinslosen Rohstoff.
Drei Treiber der Rally
Erstens kaufen Notenbanken weiter in Rekordtempo, allen voran China, Polen und die Türkei. Zweitens suchen Anleger angesichts geopolitischer Spannungen sichere Häfen. Drittens sind die ETF-Bestände seit dem Frühjahr wieder gestiegen, nachdem sie zwei Jahre lang abgeflossen waren.
Was gegen weitere Kurse spricht
Der Dollar-Index ist stark, und ein Zinsschritt der Fed am 16. September ist nicht ausgemacht. Bleibt die Fed restriktiver als erwartet, dürfte Gold zunächst konsolidieren. Charttechnisch liegt die erste Unterstützung bei 2.340 $, der Widerstand am Allzeithoch bei 2.431 $.
Auf einen Blick
- Notenbankkäufe und ETF-Zuflüsse tragen die Rally.
- Kurzfristiger Risikofaktor ist die Fed-Sitzung am 16. September.
- Unterstützung 2.340 $, Widerstand 2.431 $.



